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Thema: Neue Wege im Backwarenverkauf?

  1. #1
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    Neue Wege im Backwarenverkauf?

    Neue Wege im Backwarenverkauf?

    Nach dem im Forum "Verbraucherwünsche an die Bäckerei Konditorei" ein Teilnehmer den Aspekt des Verkaufs resp. der Verkaufsform anspruch, ergibt es daraus eine interessante und wichtige Frage.

    Welche möglichkeiten hat (sollte) der Handwerksbetrieb gehen/nutzen um seine Marktchancen zu erhalten/steigern?

    Wie sieht die Zukunft des Verkaufs in Handwerksbetrieben aus?

    Was kann, was sollte sich ändern?
    Geändert von prinztorty (04.03.2006 um 17:58 Uhr)
    Beim Konditor bekommt jeder ein Stück vom Kuchen!

    Schokolade ist fassbar, greifbar und vor allem essbar gewordenes Glücksgefühl.

  2. #2
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    AW: Neue Wege im Backwarenverkauf?

    Sehe Deine Frage seit 20 Tagen ohne resonanz beim Handwerk.

    Frag doch mal Tankstellenbesitzer oder bei den neu entstehenden Paket / Briefstationen.
    Die machen sich richtig Gedanken darum wie und was sie an Backwaren vermarkten können.
    Aber keine Sorge ums Handwerk. Bei den Rekorden um die ausgestellte Menge an Brotsorten machen die keine konkurenz.
    Gegessen wird immer.

  3. #3
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    Blinzeln AW: Neue Wege im Backwarenverkauf?

    Hallo Bernd,
    die Null-Resonanz auf meine Frage hat sicherlich viele Ursachen. Eine ist Sicherlich die, dass die Mehrheit der Bäcker und Konditoren sich zu wenig mit ihrer Zukunft beschäftigen.

    Im übrigen trifft dies auch für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschlands zu. In Deutschland hat man zu lange in Illussionen gelebt, sich in den 70zigern und 80ziger immer noch in Sicherheit gewähnt. Immer an neue Aufschwünge und wirtschaftlichem Wachstum geklammert. Aber schon zu dieser Zeit haben Kritiker darauf hingewiesen, dass ein Ende naht. Ein schönes Beispiel wie lange man eine Bevölkerung desinformieren kann und sich diese in sozialer Sicherheit wähnt ist dieses: Die Diskussionen zum Thema Rente und Grundsicherung (Rente) sind bekannt, aber unbekannt ist sicherlich, dass schon 1955 Konrad Adenauer eine Grundrente für Deutschland gefordert hat. (Und die wird kommen!)

    Dieses Beispiel soll nur mal verdeutlichen wie lange Menschen benötigen, Entwicklungen und Tendenzen zu erfassen und die nötigen Schlüsse daraus zu ziehen. Privat wie auch beruflich.

    Bei den Bäckern und Konditoren sieht es ähnlich aus. Nicht wenige (ich will ja hier nicht behaupten das es so generell ist) wurschteln immer noch so wie vor 20 Jahren vor sich hin.

    "Ein Unternehmen lebt nicht von dem was es produziert, sondern von dem was es verkauft!"

    Entweder haben sie Scheuklappen auf und bekommen nicht mit, was um ihnen herum so passiert, oder sie wollen es nicht mit bekommen.

    Gegessen wird immer! Stimmt! Fragt sich aber nur wo?


    Beim Handwerksbäcker, beim SB-Bäcker oder beim Systemgastronomen.
    Andere Händler haben (auch) den Trend der Zeit zur Ausser-Haus-Verpflegung erkannt. Ich weiss, dass dieser Trend zu erst bei den Bäckern umgesetzt wurde. Aber andere versuchen (und schaffen es auch) den Bäckern die Euros der Bürger abzujagen.

    Du schreibst: "Bei den Rekorden um die ausgestellte Menge an Brotsorten machen die keine konkurenz."

    Stimmt nicht! Eine SB-Bäckerei hat wesentlich weniger Artikel im Sortiment als ein Handwerksbäcker. Hat aber dennoch Erfolg damit! Oder ein Lebensmitteldiscounter wie Aldi, er führt weniger als tausend Artikel im Sortiment, ein konventioneller Supermarkt (z.B. Rewe) hat mehrere tausend Artikel im Sortiment. Wer ist der Erfolgreichere von beiden?

    Möglicherweise ist gerade die Sortimentsbegrenzung ein Erfolgsmoment (Kostenersparnisse, einfachere Logistik, grössere Mengen einer Sorte = günstigere Einkaufspreise usw.).

    Meiner Meinung nach gilt für den handwerklichen Bäcker und Konditor: Lieber ein kleines feines Sortiment in Premium-Qualität, als ein grosses Sortiment in mittlerer bis schlechter Qualität.

    Die Zusammenhänge von einem breiten Sortiment und möglichen Qualitätsverlusten (Stress und Hektik in der Backstube!) dürften doch bekannt sein. Mal ganz abgesehen von der Kostensituation.
    Geändert von prinztorty (25.03.2006 um 22:51 Uhr)
    Beim Konditor bekommt jeder ein Stück vom Kuchen!

    Schokolade ist fassbar, greifbar und vor allem essbar gewordenes Glücksgefühl.

  4. #4
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    AW: Neue Wege im Backwarenverkauf?

    Es macht mich etwas Zornig zu Gestehen das ich fast in allen Punkten gleicher Meinung bin.
    Mit den vielen Brotsorten meinte ich : Handwerksbäcker bastelt sich ein Denkmal. Andere verdienen sich mit 4 Sorten ne "Goldene Nase"
    Mit der Einschätzung von uns Deutschen hast du auch recht. In den 50ern hat unser Klassenlehrer die Bevölkerungs - Pyramide an die Tafel gemalt. Oben breite Spitz bei 40/50 breit, ausgebeult bei Männern wegen des Krieges. Unten immer schlanker werdend. Jeder kante also die Falle in der wir heute sitzen.
    Die die etwas dagegen hätten tun können / müssen haben den Rest mit Reden und Sofortgeschenken eingeschläfert. Grund war es Ruhe zu haben um das eigene Süppchen kochen zu können. Die Süppchen waren unterschiedlich, aber nebenbei die eigenen Taschen zu füllen hat keiner vergessen.

    Heute die Gründe zu suchen weswegen nichts läuft und ansonst "Ruhige Hand", Nixtun weil man nicht weiss was getan werden müsste, ist nicht die Lösung.
    z.B. Rekorde in Brotsorten ist genau das Schlafmittel was ich meine. Keiner kann alles. Macht ihr mal viele Brotsorte und zeigt wer die schönsten Hefezöpfe flechten kann. Den Rest machen Andere. Und wenn ihr aufwacht sind Die längst in Pension und sagen euch dann im Fernsehen was man hätte machen sollen.
    Geändert von Bernd.S (26.03.2006 um 11:28 Uhr)

  5. #5
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    AW: Neue Wege im Backwarenverkauf?

    Neue Wege im Backwarenverkauf?
    Das die erfolgreichen Bäcker eine gute Produktqualität liefern müssen ist unumstritten, ansonsten werden sie sich nicht lange am Markt halten können.
    Die Schlüsselfunktionen für die Zukunft liegen im Marketing und Verkauf.
    Es gibt viele Bäcker mit einem guten Marketing, ABER bestimmt keine mit guten Verkäuferinnen. Ich meine damit die Bestellannehmerinnen, die wir tagtäglich in den Verkaufsstellen erleben und sich nicht wesentlich von den Kassiererinnen in den SB-Backshops unterscheiden. Aber genau da liegt noch viel Potential.
    Man kann mit kleinen aber wirkungsvollen Maßnahmen (hierzu gehört einhergehend das Marketing) den Verkauf fördern und dem Kunden das Gefühl geben, das er einen Mehrwert bekommt oder zumindest Beachtung findet.
    Nur müssen dadurch die Bestellannehmerinnen aktiver werden und auch mal auf den Kunden "zugehen". Und das findet in den Verkaufstellen nicht statt.

  6. #6
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    AW: Neue Wege im Backwarenverkauf?

    Hallo,

    ich hätte da eine Idee, wie man dem Kunden auch nahebringt, wie qualitativ hochwertig Eure Waren sind.

    Dazu lest doch mal hier:
    http://www.lebensmittelwelt.de/leben...read.php?t=532

    Ich habe zwischenzeitlich mit vielen Bekannten über das Thema gesprochen.
    Die meisten empfanden so wie ich. Sehe mich als Ottonormalverbraucher.

    MfG

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