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Thema: Meister als Voraussetzungen fr Grndung einer Bckerei, Konditorei?

  1. #1
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    Meister als Voraussetzungen fr Grndung einer Bckerei, Konditorei?

    Hallo liebes Forum,

    habe bereits ein bichen gestbert und gesehen, dass das Thema schon in
    der Vergangenheit angesprochen wurde, allerdings meist von potentiellen Geschftsgrndern. Nun habe ich eine Konditorei und bin zunehmend irritiert. Deswegen muss ich hier mal einige Fragen und wahrscheinlich ausufernde Kommentare loswerden. Es tun sich einfach soviele Grauzonen auf, die mir weder die Kreishandwerkerschaft beantworten kann bzw. die Handwerkskammer beantworten will. Fragen wurden schn umschifft.

    Nun heit es ja, dass zur Grndung einer Konditorei/Bckerei der Meisterbrief sowie die Eintragung in die Handwerksrolle Voraussetzung sind. Wie geht es dann an, dass durchaus kreative Hausfrauen (ohne Meistertitel also auch ohne Eintragung in die Handwerksrolle, aber angeblich mit Kursen im Ausland geschult und als Mitglied in einer sogar Kindern zugnglichen Gilde) zu Hause produzierte Torten gewerblich verkaufen drfen und dies bzw. ihre "Konditorei" noch dazu auch im Internet mit Homepage und auf diversen Sites bewerben?

    Ebenso wenig erschliet sich mir das Prinzip der aus dem Boden schieenden Cup Cake Lden. Alles Quereinsteiger, die was tun? Backen (selbst und ohne TK-Ware)! Und das auch nicht gerade wenig (von wegen niedrige Umstze und dann genehmigt..) und eben ohne Eintrag in die Handwerksrolle.

    Ist ja alles kein Problem, solange die Kunden nicht reihenweise umkippen ;-)) Soll jedem geknnt sein, in diesen Zeiten erfolgreich zu sein.
    Ich frage mich nur, warum ordentlich ausgebildete Konditoren/Bcker mit Meistertitel, die vielleicht auch nur Cup Cakes backen und keine Lehrlinge ausbilden, Beitrge fr die Handwerkskammer samt Lehrlingsgebhr (auch ohne Lehrling), Berufsgenossenschaft etc bezahlen sollen? (Von Lebensmittelverantwortung , HACCP und sonstigen Auflagen fange ich garnicht erst an.)
    Wie sollen wir unsere Preise rechtfertigen? (Im brigen sind die Cup Cakes dann ganz schn teuer, ohne die genannten Kosten im Hintergrund.)
    Das Schlimmste ist dabei aber, dass das Gros der ach so qualittsbewussten und aufgeklrten Kunden garnicht mehr differenzieren kann/will, wo der Unterschied zwischen Handwerksunternehmen, Systemgastronomie und Garagencatering a la Mama liegt.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Was sind denn nun die Voraussetzungen fr die Grndung einer Konditorei/Bckerei?
    Bringen Sie Licht in mein Dunkel! Riesendank vorab!
    Schokofreak

  2. #2
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    AW: Meister als Voraussetzungen fr Grndung einer Bckerei, Konditorei?

    Auch wenn der Beitrag schon ne Weile zurckliegt...
    Also Punkt eins: Handwerkskammern haben eine AuskunftsPFLICHT!! Typisch ist allerdings, dass sie sich um alles drcken, was damit zu tun hat, dass man keinen Meisterbrief hat (oder wie ich: machen will).

    Zur Erffnung einer Konditorei ist die Eintragung in die Handwerksrolle Pflicht. Ebenso die Meisterprfung oder eine Ausbungsberechtigung (Altgesellenregelung).

  3. #3
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    AW: Meister als Voraussetzungen fr Grndung einer Bckerei, Konditorei?

    Solche Cup-Cake-Lden werden als sog. Ein-Produkt-Lden gefhrt und bekommen deshalb auch eine Ausnahmegenehmigung, da sie nur dieses eine Produkt(oder ein paar mehr) herstellen. Manchmal mssen die dann auch eine kleine Prfung ablegen. Ich habe einen Fall im Bekanntenkreis, der hat das vor langer Zeit so gemacht; war jedoch nicht berufsfremd(Koch).
    Kannst auch was von meinem Post in geggos Thema lesen, gehts um hnliches.
    Dieses Thema wurde auch bei uns in der Meisterschule diskutiert, kann mich jedoch an nichtmehr alles erinnern.

    Wenn jemand z.B. ein Cafe erffnen will braucht er dazu auch keinen Meistertitel, darf aber seine Kuchen selber backen(weis nicht ob alle oder nur einen Teil). Wenn jemand eine Bar oder Kneipe mit Verkstigung erffnen will braucht er dazu weder einen Meister, noch eine Koch. Bei einem Restaurant ist das was anderes, da brauchs nen Koch; hab aber auch da schon anderes mitbekommen.
    Wenn ein Betrieb nicht ausbildet mu er auch keine Lehrlingsgebhr entrichten, anderes wre mir neu.

    Vonwegen der Kunde kann nichtmehr unterscheiden was Handwerksqualitt oder Industrie/Garagenbacken ect. ist, er will es ja nichtmal! (eigene Erfahrung) Oder wie erklhrt Ihr euch, das sich manche Konsumenten den letzten Dreck reinziehen/zwischen die Kiemen klemmen ohne berhaupt mal nachzudenken/nachzusehen was da drin ist.
    Wenns dann mal erklrt wird bekommense des nackte Grausen(bertrieben dargestellt).
    Also da frag ich mich dann halt schon ob sie wollen oder ob es einfach nicht interessiert! Nen Mund habense ja auch in den sie was reinstopfen, aber aufbringen zum nachfragen tuns den nicht. Da frag ich mich halt wirklich, knnen sie nicht oder wollen sie nicht...........und der Betriebsinhaber soll doch bitte so nett sein und eine Zutatenliste mit Inhaltsstoffen und Allergenen aushngen damit die Kunden es lesen knnen. Fakt ist hier auch, die wenigsten lesen es.
    Hauptsache billig und willig(in den Mund mu es ja doch), das ist wichtig. Was es ist ist erstmal scheiegal(sorry fr meine recht direkte Wortwahl).

    Ich esse ja auch so manches und bin nicht wilklich ein Bio-Freak oder jemand der auf "deklarationfreundlic he Produkte" ein Augenmerk hat, bzw. nur solche verzehrt, aber ich kann lesen und weis grtenteils Inhaltsstoffe einzuordnen..........und kann demzufolge entscheiden ob ich mir das nun "antue" oder eben nicht.

    Schnen Gru vom bestback
    Es gibt im Leben immer zwei Mglichkeiten. Entweder man macht was oder man lt es bleiben.
    Lt man es aber nicht bleiben dann mach mas doch lieber glei gscheit.............oder eben goarned !

  4. #4
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    AW: Meister als Voraussetzungen fr Grndung einer Bckerei, Konditorei?

    Was ich den Beitrgen entnehme: Es gibt offenbar viele Mischformen und das ist doch auch nicht schlimm. Am Ende ist es doch so, da der Kunde entscheidet, was ihm schmeckt und gefllt und fr was er letztlich sein Geld ausgiebt. Wenn es ihm schmeckt was er kauft, dann kommt er wieder und wird im Idealfall Stammkunde. Die Qualitt ist es also, die berzeugen mu. Wenn ein Bcker oder Konditor zwar seinen Beruf einmal gelernt hat und vielleicht sogar den Meister hat, schtzt ihn das ja nicht, kreativ und zeitgem an die Sache herangehen zu mssen, wenn er gegenber den sogenannten Cup Cake Kchen konkurrenzfhig bleiben will. Heute ist es so, da Spezialisierungen bei hoher Zutatenqualitt und Einfallsreichtum bei der Rezeptur i.d.R. auf eine bestimmte Begeisterung fr die Sache zurckzufhren sind, was oftmals eben einfach zum Erfolg fhrt, weil das der Kunde sehr genau merkt. Wo ist das Problem, wenn dabei dann auch noch die Lebensmittelberwachung keine Hygienemngel feststellen kann. Mller in Mnchen wurde geschlossen, trotzdem dort sicherlich mehrere "Profis" und echte "Meister" beschftigt waren. Es ist doch groartig, wenn Menschen aus purer Begeisterung qualitativ hochwertige Backwaren herstellen und diese auf kreative Weise vermarkten. Ob das regulr unter dem Label einer Bckerei passiert oder im Rahmen der Aufgaben eines Kochs im Restaurant vom Backen von eigenem Brot bis zur Patisserie drfte doch allein der Organisation der Betreiber berlassen sein. Mich wrde aber schon interessieren, ob ein Fall bekannt ist, bei dem seitens einer Handwerkskammer mangels Meisterbrief oder fehlendem Eintrag in der Handwerksrolle eine auf bestimmte Nationalitt spezialisierte Back-/ Konditoreiwaren-Herstellung untersagt wurde? Kann dies zu einer Unterlassung fhren bzw. wie wird in der Folge eine praktikable Lsung geschaffen? Z.B. frage ich mich auch, wo in diesem Zusammenhang eine Pizzeria einzuordnen ist, die vorort Pizza anbietet, aber ebenso zum Mitnehmen? Oder welchen Regelungen unterliegen trkische Dner Lden? Mu der Pita Brot Bcker einen Meisterbrief haben? Glaube ich kaum..., aber mich wrde sehr interessieren, ob hier im Forum jemand etwas Konkreteres wei? Gru, Peter

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