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Thema: Lehrlingsproblem ?

  1. #1
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    Lehrlingsproblem ?

    ich hab mal eine frage an die schon etwas älteren unter uns. könnt ihr mir ein argument nennen warum die lehrling im bäckerhandwerk heute zu 98% alle diese nullbock einstellung haben .... und vorallem das beste ist warum diese leute von betrieben überhaupt eingestellt werden.... z.b. bei meinem jetztigem arbeitgeber musste mir ich doch letzte woche noch von unserem neuen lehrling sagen lassen das er unseren beruf ziemlich .... findet und er seine lehre nur angefangen hat weil er nichts anderes gefunden hat.... und das schlimme ist die gleiche antwort hab ich auch schon von etlichen gesellen bekommen .... oder wenn ich mich an meine berufsschulzeit erinnere dort waren 13 leute in der klasse und davon wollten maximal noch 2 bäcker werden, wo soll das noch hinführen ..... und vor allem wie kommt es das unser beruf so einen schlechten ruf hat???


    könnt ja einfach mal eure meinung dazu sagen ... oder eure erfahrungen schildern, weil wenn ich ehrlich bin find ich sowas ganz schön frustrirend

    gruß btb

  2. #2
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    AW: Lehrlingsproblem ?

    Hallo Born To Bake,

    Wie es dein Nutzername schon sagt, man muss zum Backen geboren sein.
    Wenn du deinen Beruf nicht liebst bist du nur Mittelmaß und immer und jederzeit ersetzbar.
    Du musst als Baecker ueberdurchnittliches leisten um im Beruf weiter zu kommen.
    Was lernt denn die heutige Jugend noch in der Schule???
    Die lernen ihre Rechte die sie haben und auf die sie pochen.
    Aber ihre Pflichten, um im Berufsleben oder in der Zukunft zu überleben, vergessen sie. Vater Staat wird mir schon helfen, ansonsten habe ich ja noch Mama und Papa, die das sogar noch meistens unterstützen.
    Erkläre mal einem jugendlichen warum der Beruf des Bäckers eine Zukunft hat.
    Der Jugendliche kann dir sofort eine handvoll Nachteile aufzäheln.
    1.Ungünstige Arbeitszeiten
    2.Arbeiten an Wochenenden und Feiertagen
    3.Geringes Lehrlingsgehalt, wenn ich bei XY arbeite habe 1000 Euro im 1ten Lehrjahr.
    4.Welche Weiterbildungschancen habe ich als Bäcker?
    5. Nach der Ausbildung ist meine Bezahlung auch nicht gerade üppig.
    6. Wenn ich arbeite, gehen meine Freunde auf Piste.
    u.s.w. u.s.w.
    Es ist die Wahrheit!
    Der Beruf des Bäckers hat kein Ansehen und Wertschätzung in Deutschland.
    Du bist ein unterprveligierter Mensch und wirst nur belächelt.

    Nur die, die diesen Beruf mit Leidenschaft und Hingabe ausüben, haben eine Zukunft und das nicht nur in Deutschland.

    Jeder, der den Beruf des Bäckers erlernt oder erlernen will soll sich genau darüber im klaren sein:
    Backen ist nicht nur einfach mischen von Mehl und Wasser, Backen ist eine Kunst. Es gibt im Bäckerhandwerk wir in jedem anderen Beruf auch eine Weiterentwicklung und neue Technologien und du lebst von deiner Erfahrung, die du über die Jahre sammelst.

    Wenn du das einem Jugendlichem klar machen kannst und er es begreift, was backen wirklich ist, dann wirst du vielleicht eine andere Antwort erhalten.
    Ansonsten ist es nur traurig wenn Chefs solche Leute ausbilden nur um eine günstige Arbeitskraft zu haben.

    Wir sägen unseren eigenen Ast ab auf dem wir sitzen.

    Meik70

  3. #3
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    AW: Lehrlingsproblem ?

    Hallo,

    ich denke Meik70 hat mit seiner Antwort genau ins Schwarze getroffen.

    Diese Probleme gibt es nämlich nicht nur im Bäckereigewerbe, sondern auch in vielen wurst- und fleischverarbeitenden Betrieben.

    Ich muss das was Meik70 gesagt hat ja nicht alles nochmal aufzählen, aber ein kleines Beispiel will ich dann doch auch geben:

    Als ich damals mit meiner Lehre angefangen hatte, waren wir im damaligen ersten Lehrjahr 15 Leute (ist ein großer Industriebetrieb). Abgeschloßen haben die Ausbildung aber nur 3. Und ich ware einer davon.

    Die Meisten haben sich damals ständig krankschreiben lassen (Praxisgebühr gab es damals noch nicht! Der Besuch beim Arzt hat also kein Geld gekostet), weil die keine Lust zum arbeiten gehabt haben.

    Ich war in den 3 Lehrjahren nur 2 Wochen krank, und dass hat auch wirklich einen guten Grund gehabt, ich konnte nämlich zwei Wochen nicht mehr laufen, weil mein Fuß in Gibs war!!. Ich bezweifle aber, ob die Gründe meiner damaligen Lehrkollegen auch so gut waren!

    Und in der heutigen Zeit wird das denke ich alles noch viel schlimmer. Ich kenne jm. der an einer Schule unterrichtet, und der hat mir gesagt das die Jugendlichen immer ... werden. Da darf man denke ich nicht der Schule allein die Schuld geben. Es muss sich generell die Einstellung von einigen ändern.

    Ich denke es muss einem klar werden, das Lehrjahre keine Herrenjahre sind. Das war damals nämlich das erste was ich gelernt habe. Aber wenn dann seinen Abschluß in der Tasche hat, ist das dann der Schlüssel, mit welchem man nur noch die richtige Tür aufmachen muss. Wichtig ist dabei besonders die Motivation.

    Ich wünsche euch noch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    mfg

    Darky

  4. #4
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    AW: Lehrlingsproblem ?

    Zitat Zitat von darky Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Ich denke es muss einem klar werden, das Lehrjahre keine Herrenjahre sind.
    das ist so die standardausrede dafür, dass der azubi für die drecksarbeit zuständig ist.

    azubi hier, azubi da, hol mal das, mach das mal, wasch ab, feg schon mal aus.
    meiner meinung nach sind die betriebe selbst schuld an ihrem lehrlingsproblem.
    ich glaube gerade in diesem handwerk hat es seine berechtigung, dass man in der berufsschule zuerst seine rechte und pflichten (!) lernt
    Geändert von Felix (23.12.2007 um 15:59 Uhr)

  5. #5
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    AW: Lehrlingsproblem ?

    Hallo,
    ein sehr interessantes und wichtiges Thema fürs Handwerk.

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur zu stimmen. Ich kenne die Probleme, die Argumente und Einstellungen von potentiellen Auszubildenden und Ausbildungsabbrechern nur zu gut.

    Die meisten die sich für eine Ausbildung im Nahrungsmittelhandwerk entscheiden, machen dies vielfach aus Mangel an Alternativen (geringe schulische Qualifikation, gestiegene Anforderungen in anderen Berufen usw.).

    Aus meiner Zusammenarbeit mit Qualifizierungsträgern (Berufskolleg, Berufsberatung der Arbeitsagentur) ist mir bekannt wie die „Berufswahl“ bei einigen jungen Leuten abläuft. Wenn andere potentielle Ausbildungsbetriebe aus unterschiedlichen Gründen abwinken, bleibt vielfach noch das Bäcker- oder Konditoren-Handwerk übrig. Der Hinweis seitens der Bildungsträger bzw. der Arbeitsagentur, das es im Bäckerhandwerk noch freie Lehrstellen gebe, und man es doch einmal probieren sollte, da man ja sonst keine Chance hätte (oder bis zum nächsten Jahr warten müsse), bewegt einige dazu sich doch zu bewerben.

    Ich kann „Meik70“ in seinen Aussagen nur zu Stimmen. Mein persönlicher Eindruck ist, dass das Bäckerhandwerk in vielen Betrieben zum (SORRY für diese drastische Ausdrucksweise!) Proleten-Handwerk (1) verkommt. Unbezahlte Überstunden, Arbeitsverdichtung, sich in den letzten Jahren verschlechterte Arbeitszeiten (fing ein Bäcker in den achtziger Jahren unter der Woche morgens um 4 Uhr an, so ist es heute in vielen Betrieben üblich am späten Abend um 22 Uhr), Produktion in großen Stückzahlen (teilweise eine sehr stupide Arbeit), nicht Einhaltung tariflicher Leistungen (Stundenlohn, Zuschläge, Arbeitszeiten, Freizeit!) usw. Da ist es dann egal, ob man sein Geld als Bäcker oder als Hilfskraft verdient.

    In anderen Berufen verdient man zu besseren Konditionen das gleiche oder sogar noch mehr.

    Kreatives Handwerk, „echte“ Produkte (Verzicht auf Tüten-Produkte) nach traditionellen Rezepten ... bleiben auf der Strecke.

    Arbeit die Sinn macht, auf der man stolz sein kann. Berufsethos. So etwas ist in vielen Betrieben auf der Strecke geblieben. Wie kann ich stolz auf ein Backwerk sein, das ich mit „Tüten-Produkten“ herstelle, die entwickelt wurden, damit auch Aushilfskräfte diese herstellen können.

    Nebenbei bemerkt: Wenn ich als Geselle oder Meister meine Qualifikation darin sehe, das ich in der Lage bin „Tüten-Produkte“ herzustellen und industrielle hergestellte TK-Backwaren auszupacken, dann werde ich irgendwann austauschbar! Irgendwann wird dann ein anderer den Job machen ... mit geringer Qualifikation und geringerem Lohn.

    Selbst bei einem Job (Beispiel: Postdienste) mit einem Verdienst von 7 €/Stunde (siehe Diskussion Mindestlohn) kann dies für manchen potentiellen Auszubildenden, aber auch ausgelernten Bäcker) eine Alternative darstellen. Ein Zusätzlicher Nebenjob z.B. am Wochenende bringt dann noch zusätzlich etwas Geld in die Haushaltskasse.

    Was ich damit sagen will ist, dass das Handwerk mit anderen Branchen vermehrt Konkurriert. Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, dass man nach der Schule eine Ausbildung macht. Es fehlen einfach Ausbildungsplätze. Die Qualifikation der Schüler hat sich ebenso geändert wie deren individuellen Werte!

    Den oder die „richtige“ Auszubildende zu finden, die hinter ihrem Lehrberuf stehen, gleicht fast schon einem Sechser im Lotto.

    Es liegt an den Verantwortlichen, in Schule, in den Betrieben, der Gesellschaft und natürlich auch bei den Eltern, dies langfristig zu ändern.



    (1) Prolet ist die umgangssprachliche Verkürzung des Begriffs „Proletarier“ und bezeichnete seit dem 19. Jhd. abwertend Menschen der städtischen und industriellen Unterschicht. Früher waren es die Arbeiter in den Stahlwerken, Häfen oder Zechen. Die gibt es heute fast nicht mehr bzw. deren Arbeit hat sich drastisch geändert. Deren Funktion nehmen heute, so meine Meinung nach, andere Berufe ein ...
    Beim Konditor bekommt jeder ein Stück vom Kuchen!

    Schokolade ist fassbar, greifbar und vor allem essbar gewordenes Glücksgefühl.

  6. #6
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    AW: Lehrlingsproblem ?

    Hallo liebe Kollegen

    Auch wir in Österreich (Wien)hatten bis vor wenigen Jahren das gleiche
    Problem mit Bäckerlehrlingen,die ihre Ausbildungsjahre nur so über die Runden
    bringen wollten.Denoch sind aus diesem Kreis einige gute Facharbeiter
    herangewachsen.Dieses Problem das wir Bäcker mit so manchen unwilligen
    Jugendlichen hatten,ist inzwischen gelöst.WIR HABEN FAST KEINE AUSBILDUNGSPLÄTZE MEHR.In einer 1,8 Millionen Stadt wie Wien gibt es 4
    Grossbäckereien die eine Handvoll Lehrlinge meistens aus der Türkei oder
    Ex-Jugoslawien "ausbildet"um sie dann als Bäckerei-Hilfsarbeiter einzusetzen.
    Der traurige Rest der aus ca.20 produzierenden Handwerksbäcker besteht,
    wollen zum Grossteil aus verschiedenen Gründen keine Lehrlinge einstellen.
    Ein Grund dafür ist das Lehrlingsschutzgesetz das einer Bäckerei verbietet
    einem Lehrling vor 4 Uhr beginnen zu lassen bzw.sollte er od.sie noch nicht
    15 Jahre sein ab 6 Uhr .Doch um diese Zeit ist in kleinen Bäckereien die
    ohne TK,GU,GV oder ähnlichem arbeiten die Ware schon fertig.Was sollte
    ein Lehrling da noch lernen?Bleche putzen?
    Und somit können wir uns ausrechnen wie lange es noch unseren schönen
    Handwerksberuf "BÄCKER" geben wird.

    mit traurigen Grüssen aus Wien
    Claudia

  7. #7
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    AW: Lehrlingsproblem ?

    Die bisher eingestellten Beiträge stellen die Situation recht gut dar. Zu dieser Problematik hatte ich im Juni etwas dazu passendes hier geschrieben: http://www.lebensmittelwelt.de/leben...ead.php?t=1321

    Wie es meistens so ist, kann und sollte man ein Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Hier aus Sicht des Auszubildenen, aus Sicht der anderen Mitarbeiter, des Ausbildungs-, bzw. Arbeitgebers, und nicht zuletzt des Berufschullehrers und der Eltern.

    Berufsschullehrer müßen 26 Stunden reinen Unterricht leisten, bleiben noch 14 Stunden für Vorbereitung, Nachbereitung, Korrekturen von Klassenarbeiten, Besprechungen etc. Unterm Strich bleiben max. 15 Minuten, um die Stunde vorzubereiten. Das reicht gerade, um die alten Unterlagen vom letzten Jahr herauszusuchen und durchzusehen. Und das bei einer Klassengröße von 30 und mehr Schülern, wobei nicht wenige davon aus der Förderschule oder Schule mit ähnlichem Niveau kommen. Bei dieser Klassengröße und -struktur ist ein sinnvoller Unterricht sehr oft unmöglich.

    Schlussfolgerung: Es werden Millarden in Hochschulförderung ausgegeben, was zweifellos notwendig ist, aber für die Förderung der Hauptschüler ist anscheinend nicht mehr genug übrig, um sehr gut ausgebildete Berufsschullehrer in ausreichender Anzahl bereit zu stellen!

    Aus Sicht des Arbeitgebers und der anderen Mitarbeiter: Für einen Auszubildenden, der nach der Probezeit sein Engagement auf Nahe Null zurückfährt, würde ich auch nicht mehr viel tun.

    Aus Sicht des Auszubildenden: Wenn ich feststelle, ich bin nur der günstige Hilfsarbeiter, dann würde ich sofort den Auszubilder ansprechen und wenn das nichts hilft, mich an den Lehrlingswart wenden.

    Ich habe übrigens auch nur den Hauptschulabschluß, dann 1974-76 eine Konditorausbildung gemacht, die auch recht hart war. Allerdings hatte ich das Glück, von einem sehr netten und engagierten Berufsschullehrer unterrichtet zu werden, auch der Ausbildungsbetrieb war alles in allem sehr gut, vor allem der damalige Altgeselle war recht geduldig mit mir. 1987-1990 habe ich dann eine Ausbildung zum Müllereitechniker und abschließend von 1993-98 ein Studium der Lebensmitteltechnologie abgeschlossen.

    Wer meint, das Bäcker- und Konditorenhandwerk ist zu unattraktiv und ohne Zukunftsperspektive, irrt gewaltig! Wie in anderen Berufen auch, muß man nur sein Gehirnschmalz etwas in Bewegung setzen, dann hat man auch Erfolgserlebnisse, die sehr viel Freude bringen. Diejenigen, die das nicht tun, oder meinen, es gibt einfachere Wege, die sollten sich besser heute als morgen verabschieden.
    Thomas Christensen
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  8. #8
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    AW: Lehrlingsproblem ?

    erstmal danke das hier so viele auf meine frage antworten ..TOP....
    außerdem lernt man so auch mal neue blickwinkel kennen die ich vorher zugegebener maßen nicht beachtet habe. freut mich aber zuhören das es noch andere leute mit diesen sorgen gibt .. weil wenn ich ehrlich bin mir bisher bei diesem thema doch seit meiner lehre sehr einsam vorgekommen bin... habe mir aber schon so meine gedanken gemacht wie man dieses problem anfangen könnte aufzuheben und zwar schon bei den kleinsten. ein ausführlichen beitrag dazu werde ich aber in den folgenden tagen online stellen weil ich mir vorher noch gedanken dazu machen möchte, würde mich aber freuen wenn einige von euch diesen beitrag lessen würden und ihre meinung dazu schreiben würden.

    mfg & frohe weihnachten

    bto

  9. #9
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    Unglücklich AW: Lehrlingsproblem ?

    Hallo,
    ich selber bin 15 und arbeite seit knapp 3 Jahren bei meinem Vater im Betrieb.
    Mann muss diesen Job wirklich 150%-ig wollen, sonst finde ich bringt so etwas keinen Sinn. Zum Thema Nullbockeinstellung kann ich nur eins sagen,
    das wenn man ohne jegliche Motivation dieses Handwerk ausübt, jegliche Weiterbildung keinen Sinn macht. Der Grund liegt auf jeden Fall mit unter auch beim richtigen Elternhaus, da die meisten Jugendlichen alles bekommen, was ihnen gerade auch einfällt, sowie die Arbeitseinstellung, mit der man eine Arbeit macht.
    Ich selber finde dieses Handwerk sehr Interessant, da es eine sehr große Bandbreite umfasst, was ich am deutlichsten auf der IBA in München sah.
    gruß michi0508

  10. #10
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    AW: Lehrlingsproblem ?

    also ich selber bin jetzt 21 jahre. ich habe einen wirtschaftschulabschluß und hätte keine probleme mit anderen berufen bekommen. aber ich habe mich für das bäcker leben entschieden. meine gründe hierfür waren einfach dass ich einen elternbetrieb in ein paar jahren übernehmen kann. dieser ist in den letzten jahren eher bergab gegangen aus verschiedenen gründen. ich habe nach der schule gleich mit der ausbildung als bäcker angefangen und konnte meinen augen nicht trauen wie viel id... in meiner berufschulklasse diesen beruf lernen wollen (wollten). die aussagen von den meisten war - "ich hab nichts anderes gefunden und dann haben die gesagt, im arbeitsamt, dass es noch freie bäckerstellen gibt"! so viel dazu. wir waren im ersten jahr 34 azubis in der klasse (von einem Landkreise) und den abschluss haben dann 22 leute gemacht und 17 haben ihn bestanden (war ich sehr überrascht).
    es meint einfach jeder so ein bissal brot backen kann ja nicht so schwer sein. ich wusste auf was ich mich eingelassen haben weil ich es zu hause miterlebt habe wie das läuft.
    so eigentlich wollte ich im frühjahr mit meinen meister anfangen habe mich aber dann entschieden diesen später zu machen wiel ich mich erst um die finanzielle lage des betriebs zu kümmern. was hilft mir der meistertitel wenn ich derweilen keinen betrieb mehr habe.
    momentan ist es so dass wir jetzt wieder so viel arbeit haben dass ich überlege ob ich noch einen bäcker oder vielleicht einen lehrling einstellen soll. leider bin ich noch nicht auf ein ergebniss gekommen. ich möchte schon sehr gerne einen lehrling in unserer bäckerei ausbilden weil wir noch auf die traditionellen arten backen also nichts mit gv,tk,gu. aber was für einen lehrling interessiert das eben noch. die wollen nur das schnelle geld und sonst nichts.
    ich sag dass in meiner berufsschulzeit von 34 angefangen leuten 3 dabei waren die wirklich brauchbar sind den beruf bäcker (und nicht nur am fließband stehen und knöpfchen drücken).

    so ich hoffe das war nicht zu viel.
    Geändert von done (23.12.2007 um 21:08 Uhr)

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