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Thema: Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

  1. #1
    Heiko2 Gast

    Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

    Hallo Kollegen......
    Habe gestern in den Nachrichten einen bericht gesehn.
    Dort ging es um das Thema "Fachkräftemangel im Handwerk".
    Aber wie bitte schön kann es einen sogenanten Fachkräftemangel geben wenn so viel Fachkräfte erst garkeinen Job finden?!?
    Kenne sehr viele (durch den besuch der Meisterschule) und habe immernoch kontakt zu dehnen.
    Sooooooviele sind Qualifiziert, finden aber nichts.
    Was ist da los?!?
    Wenn ich mich bewerbe, lautet es immer,"Sie sind zu Überqualifiziert".
    So langsam komm ich mir richtig (Sorry)Verarscht vor.
    Was steckt dahinter?
    Heiko

  2. #2
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    AW: Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

    Hallo Heiko2,

    Zu allererst, eine Qualifikation, Zeugniss oder Diplom sagt nichts ueber deine eigentlichen Faehigkeiten aus. Die Qualifikation ist eine Momentaufnahme deines Wissen welches du aus Buechern oder von deinem Lehrer gelernt hast. Zu einem bestimmten Zeitpunkt warst du in der Lage dieses Wissen abzurufen, um den Abschluss oder Qualifikation zu erlangen. Die naechste Frage ist in welchem Berusfzweig herrst der Fachkraeftemangel. Du wieder jeder andere der im Baeckhandwerk taetig ist, weiss, das, du von deiner Erfahrung lebst. Wenn du zig Jahre in der selben Firma arbeitest, wird sich dein Horizont nicht wesentlich vergroessern. Du wirst zum Idiot, der die Firma in - und auswendig kennst (Es mag ausnahmen geben). Die Fachkraft ist die, die jung ist 30 bis 35 Jahre aber 30 bis 40 Jahre Berufserfahrung aus verschiedenen Arbeitstellen mitbringt. Das ganze fuer ein Gehalt welches nicht den Rahmen des Firmenbudgets sprengt. Dabei ist ganz klar, das die groesseren Firmen es wesentlich einfacher haben diese Fachkraefte entsprechend zu entlohnen. Das Gehalt der Fachkraft im Verhaeltnis zum Umsatz ist minimal und kaum wahrnehmbar. Bei kleineren Firmen verhaelt sich das genau andersherum das Gehalt der Fachkraft ist prozentual zum Umsatz wesentlich hoeher. Diese suchen dann jemanden, der all die oben genannten Bedingungen erfuellt aber nichts kostet. Es werden dann Ausdruecke verwendet wie, "Ueberqualifiziert" oder "Entspricht nicht unseren Anforderungen". Dadurch entsteht dann der sogenannte Fachkraeftemangel. Das Problem der Qualifizierten ist, das diese nicht wissen sich zu verkaufen. Du kannst der beste sein aber dein Lebenslauf sagt nichts ueber dich aus. Wenn du dich bewirbst faellst du beim ersten screening gleich durchs Sieb und bist weg. Es bewerben sich ja hunderte auf all die ausgeschriebenen Stellen. Der Headhunter oder die, die Qualifizierte suchen, lesen nicht jede Bewerbung durch. Es gibt bestimmte Anhaltspunkte wonach geschaut wird, ob du auf den naechsten Stapel kommst oder in den Abfalleimer. Nach dem erreichen der Qualifikation sollte jeder einen Kurs besuchen, wie er seinen Lebenslauf gestalltet und das dazugehoerige Anschreiben, oben drauf gehoert noch wie verhalte ich mich beim Vorstellungsgespraech und wie Kleide ich mich. Dann wirst du sehr gute Chancen auf den Job haben, den du suchst. Es ist in Wirklichkeit so, das es genug Fachkraefte gibt, aber diese nicht wissen sich effektiv zu verkaufen.

    Meik70

  3. #3
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    AW: Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

    Wo Meik recht hat ,hat er recht.
    Ich habe schon einige erlebt die meinten sie seien gut aber schon bei den ersten Problemen die sie nicht aus Lehrbüchern kannten sind diese gescheitert.
    Erfahrung ist so denke ich das wichtigste was man mitbringen sollte und die nicht nur aus einem Betrieb sondern aus verschiedenen .

  4. #4
    Heiko2 Gast

    AW: Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

    Danke ihr beiden.
    Interesante darstellung eurer Sicht.
    Die kann man aber auch nur so vertreten wenn man (ohne euch jetzt was zu böses zu wollen) in eurer Position ist.
    Klar hätte ich achwasweiss ich für Ansichten wenn ich es geschaft habe und oben auf der Leiter stehe.
    In den letzten Jahren habe ich die Erfahrung gemacht das man ohne das (Sorry)"Arschlecken" nicht weiterkommt.
    Nunja, ich bin nicht sojemand.Ich brauch das nicht.
    Vertrete die Ansicht das jemand durch seine Handwerkliche leistung Überzeugen soll und nicht nur anhand seiner Fähigkeit zu Reden.
    Auch denke ich, das es wie Meik es schon schrieb, eine sache der Bezahlung oder Entgütung ist.
    Aber warum soll ich für weniger wie Tarif Arbeiten. Nur damit ich in eine Führungsposition komme?
    Wenn ich die Fähigkeiten habe, möchte ich sie auch Bezahlt haben.

    Heiko

  5. #5
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    AW: Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

    Hallo Heiko,
    naja also da solltest du mal meinen Chef fragen ,von wegen A... lecken wir Zofen uns des öfteren aber ohne in die Fäkaliensprache zu verfallen .
    Im Endeffekt siegt die Professionalität und es ist eigentlich meistens ein aufeinander zugehen und das Beste fuer den Betrieb wollen.

  6. #6
    Heiko2 Gast

    AW: Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

    Hy Uwe.
    Du, aber nicht bei uns dort wo ich im Moment Arbeite.
    Habe da schon oft versucht "Vernünftig" mit meinen Vorgesetzten zu reden.Null Cance.(Sieh mal im Treat"Augenkontakt" von mir.
    Jetzt verhalte ich mich denn gegenüber nur noch so wie die zu mir.Habe lange lange versucht dort auf dem Rechten Wege zu bleiben.
    Ich sag dir, da gehst du unter.
    Anderes Thema!
    Ich sehe es bei uns, das im Moment wichtigste einstellungs Kreterium ist" Wie lange sind sie schon Arbeitslos" und "Wie hoch ist die Bezuschussung durch das Arbeitsamt".
    Im Ernst.Da kannst du dir ja aussdenken was da Eingestellt wird.
    Und wir, diejenigen die,sagen wir Halbwegs etwas können, bekommen die aufs Auge gedrückt.Bekommen sogar noch ärger weil die es einfach nicht wollen oder können.
    Dabei sind es Gesellen.Wenn du die fragst was los ist,sagen die,"Ich habe 15 Jahre an einer Kövy oder Pruduktionsstrasse Gearbeitet".
    Ist es das?Na ich weiss nicht.

  7. #7
    Heiko2 Gast

    AW: Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

    Anhang:


    Dabei kenne ich soooooo viele Arbeitslose Bäcker, die etwas können und Fähig sind.
    Habe sich dort Beworben, wurden noch nichtmal zum Probearbeiten eingeladen.Da kommt so einer vom Arbeitsamt, und "Zack" ist er schon am nächsten Tag eingestellt.Der absolute Hammer ist das.

  8. #8
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    AW: Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

    Zitat Zitat von Heiko2 Beitrag anzeigen
    Hy Uwe.

    Ich sehe es bei uns, das im Moment wichtigste Einstellung Kreterium ist" Wie lange sind sie schon Arbeitslos" und "Wie hoch ist die Bezuschussung durch das Arbeitsamt".
    Das ist aber der Falsche weg wie du schon geschrieben hast.
    Ich persönlich kenne das zu 80% anders rum. Da sagten die Chefs ohje der ist schon 1-2 Jahre Arbeitslos der hat keinen Bock zu arbeiten sonst würde er Arbeit haben egal was.


    Das mit dem Über qualifiziert ist nur ein Vorwand da sie demjenigen nur ein mini Gehalt zahlen wollen und dann lieber 2-3 andere ein stellen die die Ausbildung grad hinter sich haben. Aber wenn der Chef nicht sieht das diese Leute nichts bringen sondern nur die Produktion bremsen.
    SO einen haben wir zB in der Backstube aber nur noch 1 Monat dann ist er wieder weg. Da mein Chef uns fragt wie wer ist. wenn ein neuer kommt. Auch wenn welche zum Probe schaffen kommen. Fragt er die in seinen augen "guten" Leute was sie von dem jenigen halten. Wenn die Aussagen schlecht sind braucht er gar nicht mehr wieder kommen.

    Jeder will sparen aber viele sparen am Falschen Ende. sehe das an meiner alten Firma wo ich war. Seit dem ich weg bin Stellen sie Hilfskräfte zum Teig machen hin. Was da an Ware kaputt gemacht wird. weil oft keine Hefe drin ist etc. das bei 10000 Brötchen usw. Aber selber schuld wenn sie den Leuten nichts zahlen wollen auf die man sich verlassen kann

  9. #9
    Heiko2 Gast

    AW: Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

    Hy MaW.Binn jemand der zu dem 80% tendiert und genau deiner Ansicht ist.
    Darum weiss ich im Moment nicht wo vorn und hinten ist.
    Was steckt dahinter?Ist das die Zukunft?
    Na ja, dann denke ich das der Zenith der Menschheit überschritten wurde.
    Heiko

  10. #10
    Registriert seit
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    AW: Angeblicher Fachkräftemangel in Deutschland

    Hallo Heiko,
    das Thema Fachkräftemangel hört man in diesen Tagen aus vielen Branchen des Handwerks. Aber sag doch mal ehrlich, wer möchte denn heute noch im Handwerk arbeiten? Die Jugend von heute macht Abitur, egal wie gut oder schlecht. Dann kommt das Studium, oder eine kaufmännische Ausbildung bzw eine Ausbildung in der IT- Branche. Und wer landet im Handwerk? Schau dich doch mal um. Ich hab Gesellen und Meister kennengelernt, da frag ich mich heute noch, wie die ihre Prüfung bestanden haben (Außnahmen bestätigen die Regel).
    Wenn du es echt drauf hast, dann kann ich dir nur den Rat geben, dich nicht unter Wert zu verkaufen. Du solltest natürlich auch nicht übertreiben, aber wenn du weißt was du wert bist, musst du auch so rüberkommen.
    Dieses verdammte Lohndumping wirst du so schnell nicht aus der Welt bekommen. Viele Betriebe sehen die Lohn- und Lohnnebenkosten als größten Kostenverursacher in einem Unternehmen. Unsere Branche ist jedoch in Wirklichkeit sehr Anlagenintensiv und wir haben auch ziemliche Stromfresser in Betrieb. Darüber machen sich aber leider die Wenigsten Gedanken. Und seien wir ehrlich, am Personal kann man schnell sparen. Nicht die cleverste Lösung, aber schnell durchzusetzen, leider.

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