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Thema: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

  1. #1
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    Ausrufezeichen Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

    Hallo Kollegen,
    Betreff: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.
    Kann mir jemand die Frage beantworten, ob die Baecker ueberhaupt noch ueberlebensfaehig sind?
    Ich kann mir vorstellen, das so eine kleine Baeckerei mit nur einem Laden und ein paar Lieferungen es schafft zu ueberleben. Der Inhaber, sein Sohn und vielleicht noch ein Altgeselle, Azubi oder Stundenhilfe schmeissen die Produktion in der Backstube. Einer von ihnen wird dann morgens um 5 oder 6 Uhr die Lieferungen ausfahren.
    Im Verkauf hilft die Ehefrau und Oma mit, vielleicht noch eine Voll-oder Teilzeitkraft.
    Die Produktionsgueter sind alle schon bezahlt und abgeschrieben, nur fuer die Imobilie sind noch Zins und Tilgung faellig! Die Kosten sind ueberschaubar und fest im Griff. Man schafft es zu ueberleben, hat aber aufgrund der dramatisch gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten schon wieder weniger Geld am Ende des Monats auf dem Konto. Hier und dort laesst sich der eine oder andere 50iger mal an der Steuer vorbei direkt in die Tasche abzweigen. Man ist zufrieden, kann aber keine grossen Spruenge, sprich Neuinvestionen oder Renovierungsarbeiten vornehmen.
    Wie sieht es aber bei den Filialisten aus? Die Lohnkosten machen schon oder beinahe 50% des Umsatzes aus. Dazu die Explosion der Rohstoff und Energiepreise, stagnierende oder fallende Umsaetze.
    Eine Preiserhoehung bringt nicht mehr Geld in die Kasse!
    Mit der Preierhoehung werden Kunden verloren und am Ende des Tages ist der Umsatz derselbe wie vor der Preiserhoehung, nur mit weniger verkauften Einheiten.
    Um sein Ueberleben zu meistern, werden Zahlungsziele einfach verlaengert, Rechnungen werden erst nach der zweiten oder dritten Mahnung bezahlt. Man hat schon einen ausstehenden Monat an Krankenkassenbeitraegen, der enorm drueckt, der zweite ist schon faellig.
    Die Loehne und Gehaelter werden nicht wie es frueher mal ueblich war zwischen dem 26 und dem Monatsende bezahlt! Man schiebt es auf und ueberweisst die Gehaelter erst am 5 , 10 oder 15 des Monats.
    Man versucht ein loechriges Schiff auf hoher See vor dem Kentern zu retten!
    Kann mich irgendeiner von dem Gegenteil ueberzeugen, dass es den deutschen Baeckern gut geht?
    Wie ist euer Erfahrungs- oder Wissensstand dazu?
    Ich habe gerade heute von jemandem gehoert, dass das Baeckerbusiness noch globaler werden wird als es jetzt schon ist. Die Firma Hiestand zum Beispiel wurde von der IAWS Group in Irland gekauft, Weltgroesster produzent von Backwaren.
    Vielen Dank fuer eure Kommentare

    Meik70

  2. #2
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    AW: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

    die Probleme betreffen nicht nur das Bäckerhandwerk, die findest Du in allen Wirtschaftszweigen. Daher ist es umso wichtiger, Dich mit Innovationen von der Konkurrenz abzuheben.
    Durch den grossen Neidfaktor in Deutschland sind auch viel zu wenig Geschäftsleute gewillt, Kooperationen einzugehen. Die meissten haben Angst, dass Ihnen Ideen oder Märkte genommen werden. Aber wie will z. B. ein Metzger dem Bäcker Kunden wegschnappen, es sei denn, er fängt auch an, Kuchen zu verkaufen. Ich würde mein Kuchen aber nie beim Metzger kaufen, da kann er noch so billig sein, das passt einfach nicht. Auf der anderen Seite können sie aber gegenseitig ihre Leistungen ergänzen und so neue Kundenfelder erschliessen.
    Das Beispiel Metzger und Bäcker ist vielleicht nicht so aussagekräftig, aber Du kannst es in allen Bereichen finden.
    Ich hatte das Problem, dass ich einen neuen Wagen brauchte. Ich hätte das Fahrzeug gerne vorher getestet, aber das Autohaus war nicht in der Lage, mir ein Fahrzeug für ein Wochenende zur Verfügung zu stellen. Mietwagenfirmen hatten das Fahrzeug leider nicht in ihrer Flotte. Warum kann ein grosser Autohersteller nicht mit einem der vielen Mietwagenfirmen ein Arrangement treffen, dass interessierte Kunden das Wunschfahrzeug zu besonderen Konditionen beim Vermieter anmieten können?
    Ich weiss, der Autohersteller hat es nicht nötig, da er die Fahrzeuge auch so los wird, aber es wäre doch eine gute Initiative des lokalen Autohauses...

    Ich denke, dass sich in diesem Bereich noch viel ändern wird, da es der Markt in der Zukunft einfordern wird.

    Gruesse
    der koelner

  3. #3
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    AW: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

    Hallo Meik70,

    das ist der ganz natürliche Lauf der Geschichte. Unternehmen wollen wachsen! Ohne Wachstum gibt es keinen Wettbewerb und ohne Wettbewerb keine Innovationen und keinen Fortschritt.
    Ich habe gerade heute von jemandem gehoert, dass das Baeckerbusiness noch globaler werden wird als es jetzt schon ist.
    Jeder Global-Player ist aus einem ehemals kleinen Betrieb entstanden, warum soll das für die Bäckerei nicht auch gelten? Natürlich wird es im Bäckerbusiness immer größere Unternehmen geben, die weltweit handeln.

    Daneben wird es aber in einer freien Marktwirtschaft immer auch Platz geben für alle anderen Arten von Unternehmen und Unternehmensgrößen. Nur der Brot-Massenmarkt ist für den Handwerksbäcker schon längst verloren gegangen. Oder zweifelt daran irgendjemand?

    Große Unternehmen müssen immer sehr kosteneffizient arbeiten, denn die Aktionäre oder andere Kapitaleigner wollen eine möglichst hohe Rendite. Das hat zur Folge, dass sich große Unternehmen auf die ertragsstärksten Sparten konzentrieren müssen. So bleibt für kleine Handwerksunternehmen genug Luft im Markt.

    Gerade in letzter Zeit ergeben sich aber immer neue Chancen und Nischen für kleine Unternehmen, denn die großen Unternehmen können nicht so flexibel sein! Beispiele:
    • Spezialgeschäft für Hochzeitstorten, Geburtstagstorten
    • Spezialbäckerei für Biobackwaren
    • Spezialbäckerei für Vollkornspezialitäten
    • Spezialbäckerei für Sauerteig-Bäcker oder andere regionale Spezialitäten, insbesondere alle Herstellungsarten mit hohem handwerklichen Einsatz
    • Brot-Brötchen-Lieferservice an Privat
    • weltweiter Versand per Onlineshop, das war doch früher undenkbar. Alle länger haltbaren Backwaren eignen sich: Ideal: Christstollenversand, Früchtebrotversand, Knäckebrotversand, Pralinenversand und dergl. mehr
    • u. a. m.
    Zum Thema Hiestand: Hiestand ist sehr stark oder sogar Marktführer für TK-Backwaren im Hotel- und Gastgewerbe. Als Hotelgast bekomme ich in fast allen Hotels das gleich schmeckende Croissant. Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht viel Überzeugungskraft benötigt, Ihr vier Sterne-Hotel am Ort von der noch besseren Qualität Ihrer Croissant´s oder Gipfeli oder anderer Backwaren zu überzeugen. Aber Ihr müßt raus zu den Kunden und Eure guten Produkte anpreisen! Wie es auch so schön heist: Tue Gutes und sprich darüber! Wer nur immer in seiner Backstube vor dem Ofen hockt, wird nicht weiter kommen!

    Jede Krise, falls es denn überhaupt eine gibt, ist die Chance zu einem Wandel und nichts ist beständiger als der Wandel.

    Als Unternehmer lebt man deshalb ständig mit Krisen, denn niemals geht es dauernd nach oben, also nicht verzagen, sondern wachsam sein und die Nachfragen erspüren, sie sind vorhanden, auch nach Produkten vom Handwerksbäcker! Aber heute laufen sie einem nicht mehr hinterher, wie in den 50 er, 60er und 70er Jahren!
    Geändert von Thomas Christensen (05.07.2008 um 11:02 Uhr) Grund: Schreibfehler entfernt
    Thomas Christensen
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  4. #4
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    AW: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

    Hallo Thomas,

    Ich bin mir selber darueber im klaren, das es ohne Wandel keinen Fortschritt geben wird. Jede Kriese (Wandel) ist eine Auslese derjenigen, die ihre Hausaufgaben besser erledigt haben als die anderen. Das heisst nichts anderes, das die Firmen, die eine duenne Eigenkapitaldecke haben und den Wandel, den sie in ihrem Unternehemen durchfuehren muessten nicht erkennen.

    Sie werden vom Markt verschwinden.
    Wie du es schon erwaehnst in 50er, 60er, 70er und sogar noch in den 80er Jahren wurde bei den Baeckeren vieles aus dem Bauch heraus entschieden und die Banken gaben Krediete nach belieben. Es hat alles prima funktioniert.

    Nur heutzutage ist der Betriebsinhaber nicht einfach nur Baecker.
    Er muss in erster Linie Unternehmer sein und das Backen weiter delegieren.

    Er hat sich um Kennzahlen, Umsatz, erschliessen neuer Maerkte, werben neuer Kunden und um die Zukunft der Firma zu kuemmern.
    Qualitaet und Differenzierung von der Masse ist die Grundvoraussetzung fuer den Erfolg.

    Ich kann dir auch sagen, warum die 4 und 5 Sterne Hotels von Firmen wie Hiestand kaufen. Sie bieten im Wetbewerb mit dem lokalen Baecker eine gleichbleibendere Qualitaet, kleinere Produkteinheiten an, die Plunderstuecke sind etwas fuer 2 mal zubeissen. Sie bieten den Vorort Service an, mit Schulungen ueber das Behandeln der rohen Teigstuecke und die Weiterveredelung.
    Die Firma F&B Solution eine Tochterfirma der Le Duff Gruppe (Frankreich) zum Beispiel hat folgendes neues Konzept.

    Zentral werden industriell die Teiglinge produziert. Dann haben sie eine kleine Lagerhalle mit Froster, Gaerunterbrecher und Ofen. Backen nach Bestellvorgabe des Kunden und liefern bis zu 6 mal taeglich frische Ware.
    Das ganze zu einem Preis, wo der 0815 Baecker keine Chance hat plus bessere frischere Qualitaet.

    Der Wandel oder die Auslese im Baeckerhandwerk ist noch lange nicht vorbei. Sie ist gerade erst am Anfang.

    Ich persoenlich sehe noch harte Zeiten auf das Baeckerhandwerk in Deutschland zukommen.
    Die Frage war auch eigentlich gewesen, ob die grossen Filialbaecker wirklich so gut dastehen, wie sie es behaupten.

    Wenn ich des oefteren die Stellenangebote lese, dann kommt es mir so vor als ob die grossen Filialbaecker
    mit dem Backen garnicht nachkommen, weil die Nachfrage nach ihren Produkten so riesig ist.

    Die Frage war, wie sieht die Wahrheit aus?

    Riesen Firmen wie Kamps zum Beispiel wollen alle ihre Filialen abgeben und sich nur noch auf ihre Kernmarken, Goldentoast, u.s.w. konzentrieren.

    Der grosse Baecker einer Namenhaften Supermarktkette mit dem blaugelben Logo zum Beispiel schaft es auch man gerade so zum 31.12 den Break-even- Point zu erreichen.

    Einfach nur neue Filialen eroeffnen ist nicht die Loesung des Uebel.
    Der Umsatz pro Standort muss gesteigert werden oder die Kosten drastisch gesenkt werden um rentabel zu arbeiten.

    Viele Gruesse aus Asien

    Meik70

  5. #5
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    AW: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

    Was erwartest Du für Antworten? Soll einer der größeren Filialbäcker hier berichten, im nächten Monat wird seine Krankenkasse den Insolvenzantrag stellen, weil er die Beiträge seit zwei Monaten nicht mehr bezahlen konnte?
    Die Frage war auch eigentlich gewesen, ob die grossen Filialbaecker wirklich so gut dastehen, wie sie es behaupten.
    Lese einfach die wöchentlich erscheinenden Handelsregisternachrichte n, dort wird nicht selten auch von Insolvenzen größerer Filialbäckereien berichtet, nach ein paar Wochen werden dann die besten Standorte vom Wettbewerber übernommen und die Entwicklung geht seinen Gang. Ich bin mir sicher, das es auch weitere Insolvenzen dieser Unternehmensgröße geben wird. Denn gerade diese Unternehmen stehen zwischen den Stühlen, bzw. zwischen dem flexibleren Kleinhandwerk und der leistungsfähigen Industrie, bzw. dem Handel, der seine Marktmacht gnadenlos einsetzt, um die Preise zu drücken.

    Abgesehen davon ist in der Lebensmittelbranche der Wettbewerb sowieso extrem stark oder schon immer stark gewesen. Aber momentan ist die gesamte Lebensmittelwirtschaft sehr stark in Bewegung, denn auch die Industriebetriebe haben kein Grund zum Frohlocken und viele müßen die Flucht nach vorne ergreifen, was nicht zu selten schief geht.
    Geändert von Thomas Christensen (05.07.2008 um 11:03 Uhr) Grund: Schreibfehler entfernt
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  6. #6
    Vaike pagar Gast

    AW: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

    Also meiner einschätzung nach werden in den nächsten jahren nur die besten überleben.Die von Thomas erwähnten nischen bieten eben nur wenig platz so das es automatisch zu einer selektion kommen wird.In diesen nischen wird dann auch Geld verdient werden und zwar auch auf der arbeitnehmerseite.Der rest steht dann in der industrie und macht stupide fliessbandarbeit.Meiner meinung nach gehören sie da auch hin.Was sich in deutschland heutzutage Bäcker bzw Bäckermeister nennt da stehen einem die Haare zu berge.Nicht wenige gesellen bzw meisterbriefe sind nicht das papier wert auf dem sie geschrieben sind.
    Und genau das ist das problem der FISCH STINKT IMMER VOM KOPF HER.In diesem falle ist der Kopf ausbildende betriebe die es jahrzehnte versäumt haben für gut ausgebildeten nachwuchs zu sorgen.Daher kommt auch der schlechte ruf den unsere Zunft hat.
    Des weiteren habe ich mich als ich noch in Deutschland gelebt habe oft gefragt wie ein Lehrling der weder Brot aufmachen konnte noch sonst über handwerkliches können verfügt hat zu einem gesellenbrief gekommen ist.Diese Innungsmeister die solch schlecht ausgebildeten lehrlingen gesellenbriefe ausstellen tragen genauso zum untergang unserer Zunft bei.
    Das zauberwort jetzt und in zukunft heisst flexibilität.Es gibt genügend nischen die zu besetzen sind auch im Brotbereich was von dir Tomas bezweifelt wird.In Dortmund Hohensyburg z.B hat vor einigen Jahren eine Holzofenbäckerei aufgemacht.Dem haben sie die Tür eingerannt trotz hoher preise.
    Meiner meinung nach hat sich das deutsche bäckerhandwerk in den letzten 10 bis 15 jahren die Butter vom Brot nehmen lassen.Und jetzt haben nicht wenige nichts besseres zu tun als rumzujammern.Die zeiten ändern sich eben.Man muss neue wege gehen.Eingefahrene strukturen verlassen.Die konkurenz ist gross und billig.Aber die fachleute unter uns werden immer ihr Geld verdienen können.
    Hoch lebe das Bäckerhandwerk.In diesem sinne schönen Tag noch.

  7. #7
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    AW: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

    Hallo Vaike Pager,

    Du hast mich sicher falsch verstanden, Deine Aussage:
    Es gibt genügend nischen die zu besetzen sind auch im Brotbereich was von dir Tomas bezweifelt wird.
    bezieht sich vermutlich auf diese von mir:
    Nur der Brot-Massenmarkt ist für den Handwerksbäcker schon längst verloren gegangen.
    Ich bezweifele nicht, das auch im Brotbereich von einer Handwerksbäckerei gutes Geld verdient werden kann, die von Dir genannte Nische "Holzofenbrot" ist ja nicht der Brot-Massenmarkt, sondern eben auch eine Nische! Sicher wird es auch im Brotbereich einige Nischen geben, nicht nur die Holzofenbrotbäckerei, die wenn optimal ausgebaut, viel Erfolg versprechen. Oben erwähnte Aufzählung hat ja keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind nur wenige Beispiele, die mir spontan eingefallen sind.

    Was aber alle Nischen gemeinsam haben, ist die Ausrichtung auf einen begrenzten Käuferkreis. Deshalb ist es für den Nischenanbieter wichtig, möglichst mehrere Nischen abzudecken und den regionalen Markt durch Versand, Marktstandpräsenz, Verkaufsstellen etc. zu erweitern.
    Thomas Christensen
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  8. #8
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    AW: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

    Hallo Maik70,
    nochmal zu Deiner Frage
    Ich persoenlich sehe noch harte Zeiten auf das Baeckerhandwerk in Deutschland zukommen.
    Die Frage war auch eigentlich gewesen, ob die grossen Filialbaecker wirklich so gut dastehen, wie sie es behaupten.
    Vermutlich hast Du auch gelesen, dass Barilla keinen Käufer für das Kamps-Filialgeschäft findet, bzw. sich sehr schwer tut.

    Die Frage ist, warum wohl wollen Sie es verkaufen und warum tun Sie sich so schwer dabei?
    Thomas Christensen
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  9. #9
    Vaike pagar Gast

    AW: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

    Hallo Tomas
    Ich habe noch mal nachgelesen.Hast recht habe ich falsch verstanden.Nun zu deiner frage warum Barrilla wohl Kamps verkaufen will und keinen Käufer findet.
    Der Bauer will immer die Kuh verkaufen die am wenigsten Milch gibt und das zum höchstmöglichen Preis.
    Möglichkeit 1 er findet einen dummen
    Möglichkeit 2 er lässt sich im Preis drücken
    Ich denke bei Barrilla ist es genau daselbe.Früher oder später finden sie einen Käufer alles eine frage des preises.

  10. #10
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    AW: Lage des Baeckerhandwerks in Deutschland und deren Zukunft.

    Hallo Vaike,

    Zu deiner Moeglichkeit 1 kann ich nur sagen, der Dumme ist schon geboren, man muss ihn nur finden. So wie der Herr Kamps in Barilla einen Dummen gefunden hatte, werden die auch wieder einen finden.
    Ich habe mich umgehoert und die haeufigste Antwort die ich gehoert habe ist, das die Baecker von der Substanz leben. Insbesondere wenn es ein alter Failienbetrieb ist, wird erwirtschaftetes Vermoegen, welches in privates Eigentum umgewandelt wurde wieder in die Firma gefuehrt um sie am Leben zu halten.

    Dieses alles in der Hoffnung die schlechte Zeit zu ueberstehen.
    Dabei wird uebersehen, das die Firma grundlegend umgestaltet werden muss.

    Wie ihr schon erwaehnt hattet, eine Niesche finden ist ein Weg aus der Vergleichbarkeit. Die Grossen sind zu behaebig und unflexibel, um diesen Schritt zu gehen. Die Kleinen muessen nur den Mut wagen, sich ein neues Konzept erstellen und die Firma dementsprechend ausrichten.

    Ich bin hier im asiatischen Raum zu Hause und es gibt hier einen deutschen, er ist kein Baecker, hat aber eine Idee organisches Brot zu verkaufen.

    Er laesst sein Brot von einem dritten produzieren und das Geschaeft laeuft.

    Die Idee ist der halbe Weg zum Erfolg

    Meik70

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