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Thema: Unkonventionelle Bewerbung für eine Konditorlehrlingsstelle in Berlin

  1. #1
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    Unkonventionelle Bewerbung für eine Konditorlehrlingsstelle in Berlin

    Hallo,

    Ich stolperte vor ein paar Minuten über das "alte" (mitlerweile geschlossene)
    "Bäckereidienst" Forum und las mich in der Diskussion Wo bleibt der Nachwuchs?(direktlink) fest.
    Ein Beitrag trifft mein "Problem" auf den Punkt.

    es ist für mich als "alter" Bäckermeister mehr als erfreulich, dass es tatsächlich noch Jugendliche gibt, die ihre Liebe zum Bäckerberuf entdecken und hoffetlich ihr ganzes Leben ausleben können.
    Für mich gibt es einfach nichts Schöneres.

    Nun zu Deiner Frage: Genau DAS möcht ich auch wissen.

    Wenn wir tatsächlich Bewerber haben, sind es meist solche, die sonst nirgens Unterkommen.
    Getreu dem Motto: Backe Backe Kuchen...

    Mit diesen "null Bock- nix Los- für mich alles- bewegen oder gar Arbeiten- He??? Typen, kann ich beim besten Willen auch nix los machen.

    Also wo sind die "Wahren" Bäckerlehrlinge ???

    Gruß Erwin
    Das Abitur schmiss ich in der 11. klasse hin und fing eine Ausbildung als Erzieher an,da es ein bequemer Ausbildungsweg zu sein schien.
    Da meine Eltern im sozialen Bereich tätig sind ,lag diese Wahl recht nahe.
    Nach 1,5 Jahren schulischer Ausbildungszeit,merkte ich aber,das ich körperliche Arbeit einfach brauche und mir das Erziehen anderer keine Freude bringt.
    Ich jobte danach viel und lernte so (nebenbei) überhaupt erst mal die reale Arbeitswelt kennen.Tankstellenkassier er,Tresenkraft in einer Prenl-Berger Spilunke,Aufpacker im Supermarkt,"Zeitarbeiter" (Maler-,Maurer-,Dachdeckerhelfer,Lageris t,Arbeiten am Fließband...).
    Dann versuchte ich mich noch mal auf dem 2. Bildungsweg am Abitur,
    (dachte mir:nur studieren hat zukunft...)
    verfing mich zwischenzeitlich in der Schuldenfalle und habs abermals hingeschmissen.
    Dann folgte ein Jahr in einer kleinen Stahlbau Abteilung eines Berliner Spielgeräte Herstellers(mit verhältnissmäßig großzüger Entlohnung).
    Dort ging ich,als mir mein Meister, auf die Frage nach einem Ausbildungsplatz, antwortete:"Du kannst hier gerne 8 Jahre arbeiten und dann deine Gesellenprüfung ablegen,aber ausbilden kann ich dich nicht."
    Seit einiger Zeit schlage ich mich als Selbstständiger Tagelöhner im Berliner Veranstaltungsgewebe durch,aber da kommt auch "nur" Geld bei rum und keine Perspektive.
    Mit meinem (salop gesagt) bescheidenen Lebenslauf habe ich jetzt leider auch kaum noch Aussichten auf einen Ausbildungsplatz als Konditor in einem Mittelständischen Unternehmen.

    Der intressierte Leser kann sich jetzt fragen:"Warum hat der Junge keine andere Ausbildung gemacht?Zeit war doch offensichtlich genug da."
    Darauf kann ich nur sagen,ich will (langfristig) einen Beruf ausüben,der mir Spaß macht und den hatte ich bis vor ein paar Monaten nicht gefunden.
    Ich habe viel darüber nachgedacht,und immer nur gewußt,was ich mal nicht machen will.Dabei waren die Einblicke in die verschiedenen Berufsbranchen wohl Ausschlaggebend.
    Beim Spazieren gehen traf es mich dann aber wie aus heiterem Himmel.
    Der Konditor Beruf vereint in meinen Augen alle wesendlichen Punkte,
    die mir wichtig sind.

    pro:
    -Es ist ein bodenständiges Handwerk.
    (Industriebäcker/-konditor seh ich auch schon als eigenständigen Beruf,
    der mich nicht reizt)
    -Weiterbildungsmöglichkeit en
    -Familienfreundliche Arbeitszeiten
    (Tanzen und Trinken ist eh keines meiner Hobbys)
    -Chancen im Ausland.
    (lässt Platz für Lebensträume)
    -Nicht täglich neue Kollegen/ein festes Umfeld.

    Contra:
    Verdienst.
    (Geld hat man eh meist zuwenig)

    Nun habe ich das Problem,das ich als ungelernter 27 jähriger,zwar einen klaren Berufswunsch entwickelt hab,aber eben auch schon 27 bin und zu allem Überfluss meinen Lebenslauf kaum belegen kann.
    Offensichtlich bin ich also erst mal der ungewollte Beweber aus Erwins Beitrag,
    dessen schriftliche Bewerbungen eigendlich immer ganz nach unten wandern.
    Ich persönlich sehe mich aber als motivierte,lern- und arbeitswillige Arbeitskraft,die das Handwerk von der "pieke" auf lernen will aber bringen tut mir das nichts....

    Ich weis mir langsam nicht mehr zu helfen und versuche es deshalb in diesem Forum mit dieser unkonventionellen Bewerbung,da ich den Eindruck habe,das hier ein lebendiges Netzwerk aktiver Bäcker und Konditoren aktiv ist.
    Wenn hier also jemand unterwegs ist,der einem Spätzünder eine Chance gegen will,oder jemanden kennt ,der wiederum jemand kennt...
    -->email me oder antwortet einfach in dem Thread.

    Ich würde natürlich in einem zeitlich befristeten Rahmen Probearbeiten und so beiden Seiten die Möglichkeit geben,sich kennezulernen.

    Über einige Tipps aus Meisterhand,die mir bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb helfen,würde ich mich auch freuen.
    Klinkenputzen mach ich schon,aber es gibt nicht mehr viele kleine Betriebe,
    die noch das wirkliche Handwerk lehren.
    Und schriftliche Bewerbungen....oder gar die "Agentur für Arbeit"...
    sind bisher tote Gleise.

    hoffnugsvolle Grüße,
    Willy in und aus Berllin
    Geändert von willy (08.03.2008 um 01:03 Uhr)

  2. #2
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    AW: Unkonventionelle Bewerbung für eine Konditorlehrlingsstelle in Berlin

    Normalerweise lösche ich Stelleninserate immer sofort, denn dieses Forum ist ein Diskussionsforum und kein Stellenmarkt! Extra für Stelleninserate habe ich die Seite lebensmitteljob.de eingerichtet, dort haben Stelleninserate die besseren Chancen. Da der Beitrag aber recht interessant ist und eine bei Jugendlichen nicht seltene Situation wiederspiegelt, lasse ich ihn ausnahmsweise zur allgemeinen Diskussion stehen.
    Geändert von Thomas Christensen (09.03.2008 um 12:21 Uhr)
    Thomas Christensen
    Herausgeber von lebensmittelwelt.de

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  3. #3
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    AW: Unkonventionelle Bewerbung für eine Konditorlehrlingsstelle in Berlin

    Vielen Dank,
    für die Chance,über dieses Forum eventuell an einen willigen Ausbildungsbetrieb zu geraten.
    Ich bin die nächsten Tage voll auf der "ITB" in Berlin eingespannt und werde,sobald ich etwas Luft habe,mich in dem Stellenmarkt vorstellen.

    Sollte das ein "toter thread" werden,kann der natürlich gelöscht werden,um das Forum übersichtlich zu halten.

    Besten Dank und Grüße,
    Willy

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