AW: wer arbeitet mit semmelzutaten
HAi Elli,
es gibt Alternativen. Schau einfach mal unter "slow Baking" bei Google. Da wird wieder ganz nach alter Tratition und ohne Backmittel gearbeitet. Wie ich selbst auch schon im letzten HErbst hier kurz erwähnt habe, habe ich eine neue Technologie entwickelt die fast ohne Backmittel und erheblich weniger Hefe auskommt. ZUr Zeit läuft das Patentanmelde-Verfahren.
Im großen und ganzen gebe ich dir bei Deinen Ausführungen recht. Ich finde aber, dass der Kunde selbst hauptsächlich an dieser Entwicklung schuld ist, dass es so viele Backmittel, Vormischungen und Conviniece Produkte gibt.
Der Kunde verlangt ein immer größeres Angebot und das am besten alles gleich morgens um sechs. Hier sehe ich das eigentliche Übel. Entweder man bietet eine große und qualitative hochwerdiges Sortiment oder er geht gleich zum Grossfilialisten oder Supermarkt.
LG
Jörg
AW: wer arbeitet mit semmelzutaten
Das erinnert mich auch stark an die Gentechnikdiskussion.
Hätten wir alle im Markt auch mal die angeschlagene Tomate oder Apfel gekauft gäbe es heute keine Gentechnik. So ist natürlich jeder Obst / Gemüsebauer bestrebt dem Kunden ( Großhändler ) die beste Qualität abzuliefern damit er seine Ware losbekommt. Wenn nötig mit allen Mitteln!
bebe
AW: wer arbeitet mit semmelzutaten
Hi, @All,
das Problem mit den gentechnisch veränderten Substanzen ist die Nachweisbarkeit. Wenn keine DNA-Reste als "Verschmutzung" im Produkt vorkommen, ist es so gut wie nicht möglich nachzuweisen, dass Stoffwechselprodukte aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) eingesetzt worden sind. Das ist mit einer der Gründe für die 0,5 %-Toleranz des Gesetzgebers in der Novel-Food-Verordnung. Die absolute Freiheit an Stoffwechselprodukten aus GVO oder GVO selbst ist leider nur mit so einem Riesenaufwand zu gewährleisten, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis (leider) nicht mehr akzeptabel ist.
Enzyme sind Proteine. Proteine können Allergien auslösen. Allergiker müssen daher vorsichtig agieren, wenn sieUmgang mit potentiellen Allergenen haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Allergene aus natürlichen Quellen stammen oder ob sie aus GVO kommen. Das allergene Potential ist einfach vorhanden.
Ich gebe aber allen Recht, die sich gegen den Einsatz von GVO wehren. Auch ich kaufe sie nicht, was noch vergleichsweise leicht ist, da sie gekennzeichnet werden müssen. Zum Glück haben wir als Verbraucher die Marktmacht, Produkte NICHT zu kaufen, die GVO enthalten. Bis jetzt sind die großen Nahrungsmittelkonzerne in Europa diesbezüglich auch sehr restriktiv und lassen sich die GVO-Freiheit von ihren Lieferanten bestätigen, weil sie wissen, dass, wenn so etwas aufgedeckt wird, sie von den Medien gesteinigt, gekreuzigt und gevierteilt werden, was wiederum den Aktionären dieser Konzerne gar nicht gefallen wird, da die Aktienkurse dann den Bach runtergehen. Der GVO-Reis war bei Aldi ja auch in Nullkommanix wieder aus den Regalen raus, nachdem Greenpeace aufgedeckt hatte, dass "aus Versehen" GVO-Reis importiert und eingetütet worden war. Im Übrigen sind es nicht nur Enzyme, die von GVO produziert werden, sondern auch viele natürlichen und naturidentischen Aromen und "harmlose" Produkte wie Citronensäure usw.
Halten wir also die Augen auf und sehen wir zu, dass nicht durch die Hintertür unerwünschte Zutaten in unsere Lebensmittel gelangen. Holzauge, sei wachsam!
Grüße
Heike